Unsere Schiedsrichter + 4 Fragen


1. Johannes Stark   Verein: TSV Breidenstein  Einsatz in der KOL + SRA

Seit wann bist du Schiedsrichter und wie bist du dazu gekommen, den Lehrgang zu belegen?

Seitdem ich selbst Fußball spiele, interessiert mich das Schiedsrichterwesen. Da mein Heimatverein Breidenstein einen Schiedsrichter benötigte und ich zudem bereits mit Sebastian Spies (dem damaligen KLW) bekannt war, bat sich mir die Gelegenheit, selbst tätig zu werden. Schiedsrichter bin ich seit 2014.

 
Was ist für dich das Besondere am Schiedsrichter-Dasein?

Besonders ist, dass ich als Schiedsrichter der „Chef“ auf dem Platz bin. Man lernt nicht nur innerhalb von wenigen Sekunden Entscheidungen zu treffen und vor den Spielern, den Betreuern und vor allem den Zuschauern zu vertreten, nein, es gibt viele weitere Fähigkeiten die man nicht nur im privaten Alltag, sondern auch im beruflichen Leben anwenden kann. Außerdem lernt man viele neue Orte, Fußballplätze und vor allem Menschen kennen, die zu guten Freunden werden. Das Schiedsrichterwesen ist kein normales Hobby sondern einzigartig und das macht es für mich besonders.

Welches Spiel/Ereignis ist dir besonders im Gedächtnis geblieben? Und warum?

Ein bestimmtes Highlight zu nennen ist schwer, da es schon einige Spiele gab, die für mich besonders waren. Seien es die Freundschaftsspiele des Regionalligisten TSV Steinbach oder die zahlreichen Relegations- und Pokalspiele. Das absolute Highlight sind jedoch die beiden Kreispokal Endspiele in den letzten beiden Jahren, wo sowohl das Spiel als auch die „dritte Halbzeit“ eine Menge Spaß bereitet haben. Halb

 
Was wolltest du den Fußballern schon immer mal sagen?

Aus dem Grund, dass ich selber nicht der angenehmste Spieler bin, sage ich hier besser nichts. 😊

 


2. Heinz Althaus   Verein: RW Hartenrod  Einsatz in der A-Liga

Seit wann bist du Schiedsrichter und wie bist du dazu gekommen, den Lehrgang zu belegen?

 

1.) SR seit Februar 1968 ( im 53. Jahr ), der damalige Vorsitzende von RW Hartenrod sprach mich an, ich hätte doch eine Knieverletzung und da ich in meinem Beruf schon dadurch Schwierigkeiten hätte, könnte ich doch an einem SR-Lehrgang teilnehmen, der Verein hätte doch nur einen Kameraden der über 70 Jahre sei.

 

 

 Was ist für dich das Besondere am Schiedsrichter-Dasein?

 

2.) Sich sportlich ständig zu beteiligen und sich damit fit zu halten. Sehr viel Kontakt mit immer wieder anderen Menschen. Kamerad und trotz dem Führungsperson bei den Spielleitungen zu sein und diese gemäß den Regeln zu überwachen.

 

 

 Welches Spiel/Ereignis ist dir besonders im Gedächtnis geblieben? Und warum?

 

3.) Mir ist ein Oberligaspiel in Nordhessen, welches gleichzeitig ein Derby war in guter Erinnerung geblieben. Hier gab es einen Spielertrainer, der es so an sich hatte, wenn man nach 5 Minuten Spielzeit im Mittelfeld einen Freistoß gegen seine Mannschaft pfiff, dann kam er sofort zum Schiedsrichter, lobte ihn mit den Worten „ Sie haben ja einen tollen Blick und sehen alles“ Genau dieses sagte er in diesem Spiel auch zu mir. 10 Minuten vor Spielende pfiff ich einen direkten Freistoß kurz vor seinem Strafraum, dieser wurde von dem Gegner direkt unhaltbar verwandelt . Besagter Spieltrainer kam nun blitz-schnell auf mich zu gerannt und sagte: „Vorhin habe ich sie noch so gelobt, aber jetzt hatten sie einen Splitter im Auge“ Ich überlegte diese Äußerung kurz und sagte ihm, wenn ich einen Splitter im Auge hätte, dann gehörte ich in die hiesige Augenklinik ! Aber passen sie auf, mein Gehörgang ist noch völlig in Ordnung und ich habe an der Gesäßtasche einen Knopf der schon wackelt und daraus ziehe ich wegen SR-Beleidigung nun gegen sie die ROTE KARTE !!!

 

 

 Was wolltest du den Fußballern schon immer mal sagen?

 

4.) Seid und bleibt immer Sportsmänner, denn die Schiedsrichter sind nicht eure Gegner, sie wollen euer Spiel gut über die Zeit bringen und möglichst auch mit allen 22 Spielern wieder gesund nach Spielende das Feld verlassen. Und denkt immer daran, auch die Schiedsrichter sind nur Menschen die auch mal Fehler machen, aus welchen Gründen auch immer ? Selbst ihr seid auch nicht fehlerlos bei machen Spielsituationen auf dem Feld !

 


3. Gerhard Fuchs   Verein: FSV Gönnern 

Seit wann bist du Schiedsrichter und wie bist du dazu gekommen, den Lehrgang zu belegen?
1. Ich bin seit Februar 1983 Schiedsrichter. Unser damaliger Vorsitzender des FSV Gönnern, Rolf Teutsch, hatte mich angesprochen. Ich war schon über 30 und meine aktive Laufbahn ging dem Ende entgegen. Ich sollte weiter in einer aktiven Funktion dem Verein zur Verfügung stehen.
Was ist für dich das Besondere am Schiedsrichter-Dasein?
2. "Ohne Schiri geht es nicht!" Das ist zwar ein platter Spruch, trifft aber genau den Kern! Ich liebe den Fußballsport und der funktioniert nicht ohne Schiedsrichter. Also trage ich ein bisschen und so gut ich es halt noch kann zum funktionieren bei.
Welches Spiel/Ereignis ist dir besonders im Gedächtnis geblieben? Und warum?
3. Da fallen mir natürlich nach so langer Zeit eine Menge Spiele ein. Aber an ein unglaublich kurioses Spiel vor ganz langer Zeit (wohl irgendwann in den 80ern) kann ich mich erinnern. Ich muß immer schmunzeln wenn ich daran denke. Es war in Löhnberg (bei Weilburg) in einem Spiel der A-Liga. Ich kann es noch heute kaum glauben, aber nach nur 5 Minuten stand es 4:3 für Löhnberg! An den Gegner erinnere ich mich nicht mehr. Aber noch genau daran, das in den restlichen 85 Min. + Nachspielzeit nichts mehr passierte. Das Spiel endete 4:3.  7 Tore in nur 5 Minuten, das habe ich sonst noch nie erlebt!
 

Was wolltest du den Fußballern schon immer mal sagen?

4. Den Spielern? Gar nichts! Da gibt es selten Probleme. Trainern, Betreuern usw. möchte ich mal mit auf den Weg geben, Lautstarke "Besserwisserei" am Spielfeldrand bringt nichts und ist meistens auch noch falsch. Es ist oft peinlich welche Regelunkenntnis da manchmal zum Besten gegeben wird. Da ist man besser still.